Not Perfect
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Ten Worst Things

1. Das Cineplex-Kino in Elmshorn. Da fährt man dann immer hin, wenn mans eilig und bequem haben will und ärgert sich jedes Mal über die prollige Atmosphäre. Es ist immer voll, man sitzt wie in einer Legbatterie aneinander, und es werden nur die verdammten Mainstreamfilme gezeigt. Keine Spur von Kinoatmosphäre.
Die typischen Gäste im Cineplex in Elmshorn nerven und stinken.

2. Fantasy-Wahn. Wie ich alle Drecksautoren hasse, die krampfhaft versuchen auf der Harry-Potter-Welle mitzuschwimmen. Der schlimmste ist Christopher Paolini. Chris, tu uns allen einen Gefallen, und denk vor dem Schreiben über die Handlung des Buches nach, anstatt uns mit Willlkür und bräsigen Landschaftsbeschreibungen zu langweilen.

3. Bestuhlung. Das Wort klingt einfach scheiße.

4. Leute, die im Hochsommer Schals tragen, weil sie sich dann unglaublich alternativ vorkommen. Und einem dann Schotts Sammelsurium schenken, weil das auch so unheimlich "DER Geheimtipp" ist.

5. Schotts Sammelsurium. Bringe ich automatisch mit Schals im Hochsommer in Verbindung. Im Übrigen hab ich zu viel von den Teilen.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Schott! Sie wurden so eben zum unsympatischsten Mann der Welt gekürt!

6. Zwinkersmileys. Zu viel wirds dann, wenn Leute den Kopf schief legen, wenn sie lächeln.

7. Schach. Definiton eines komplexen, blöden, langweiligen Spiels, bei dem ich immer verliere. Ein Grund es zu hassen.Schachspieler sind oft verklemmte Gesichtsbaracken, die in dem Ruf stehen keine Freunde zu haben. Wenn ich keine Freunde hätte, würde ich meine Zeit auch mit Schach spielen verplempern.

8. Sudoku. Doku ist klar. Aber wofür steht das Su? Und was ist mit den guten, alten Kreuzworträtseln? Besonders schlimm: das Brettspiel (verlier ich immer), Leute, die sich welche aus dem Internet ausdrucken.
Um Sudoku-Rätsler anzusprechen, werben die Hersteller oft mit fetten, ekelhafte, nackten Männern, denen eine schwarze Nacktschnecke auf dem Kopf gestorben ist. Ein kluger Marketingstreich. Die Rätselfreunde sollten sich mit der Werbefigur identifizieren können.

9. Red Hot Chilli Peppers. Selten gab es wohl eine Band, die dermaßen die Massen fasziniert. Ob kleine Mädchen oder erwachsene Frauen, irgendwie scheinen die RHCP, wie der Kenner sie nennt, nur weibliches Publikum anzusprechen. Woran liegt das? Am "Ich bin der ausgflippteste Sänger aller Zeiten"-Getue von Anthony Kiedis? Jedenfalls hilft es auch nicht, wie manche von den ebenso ausgeflippten Fans versichern, "das alte Zeug" zu hören. Kiedis´ Gequäke nervte schon immer.Dass Kiedis aussieht, wie die untote Version von Michael Mittermeier und so klingt wie Shakira und Kermit im Duett sollten mittlerweile doch alle gemerkt haben. Warum feiert er trotzdem solche Erfolge?

10. Schillerstraße. Cordula Stratmann. Wo kam sie her, wo geht sie hin? Hat von mir den "Unlustigste Person des Universums"-Award verdient. Und wenn dann noch Georg Uecker einen Befehl wie "Gebe dem Mülleimer einen peruanischen Frauennamen" gibt und, nachdem Stratmann unbeholfen folgt, schwuckig in seine Patschehändchen klatscht, hab ich genug und zappe weiter.Cordula Stratmann ist ungefähr so lustig wie ein Türstopper und erinnert stark an eine verwitwete Versicherungsfachangestellte. Anscheinend braucht es nicht viel, um bei SAT1 eine steile Karriere hinzulegen.
18.5.07 10:08


Spiderman 3

Eben gerade musst ich ihn mir angucken. Spider Man 3. Und was bekommt man?
Einen Frauenfilm, einen dermaßen kitschigen und hanebüchenen Film, dass man Ausschlag bekommt.
Gleich zu Anfang wird einem in einem endlosen, an den Nerven zährenden Vorspann die gesamte Handlung der letzten beiden Teile erklärt (die war ja auch dermaßen durchdacht und verworren, dass man locker 3-4 kleine Bildschnipsel braucht um alles wiederzugeben). Es soll ja immer noch solche Leute geben, die in einen dritten Teil von irgendwas gehen. Oft hört man:
- "Na, haste schon Spider Man 3 gesehen?"
- "Nein, ich fand schon 1 und 2 behämmert."
- "Weiß nicht, die hab ich noch nicht gesehen."
Dass solche Idioten auch nie aussterben!
Dann geht der Film mit einer vor Effekthascherei strotzenden Schwingszene durch ein in goldenes Licht getauchtes Manhattan los, und man denkt, "ja, gott sei dank, wird keine bräsige Rede gehalten, diesmal gibt es Action ohne Grenzen!" Doch dann weicht dieser Gedanke der Ernüchterung, die eintritt, wenn Maguires spießige Stimme sagt: "Hallo, ich bin die nette Spinne von nebenan." Ein paar der Trottel in der letzten Reihe sagen "lol". Mehr aber auch nicht.
Daraufhin gibt es erstmal eine gute halbe Stunde Liebesgeplenkel mit der hässlichsten Frau der Welt, Kirsten Dunst, die ihre Rolle überzeugend dumm und bräsig rüberbringt. Das einzige Highlight im Film.
Natürlich gibt es auch diesmal wieder mutierte Bösewichte ("o mein gott, er ist in eine Kammer voll grünem Rauch gestiegen!", "o mein gott, er ist in einen Bottich mit Sand gefallen!", "o mein gott, er ist von einem außerirdischen Racheengel befallen worden!" ), doch sind diese wie immer nicht im klassischem Sinne böse, sondern eher vom Typ "Ich bin vom Schicksal gebeutelt und wollte doch nur meine Tochter vor ihrer unheilbaren Krankheit retten" und "Ich bin von einem außerirdischem Racheengel befallen worden". Das nervt. Denn durch diesen absoluten Tabubruch bei Actionfilmen, fällt es schwer zu hoffen, dass Spidey die Dreckskerle um die Ecke bringt. Es wird sowieso niemand von den Bösen um die Ecke gebracht. Nur Harry Osborn, der sich gegen Ende genau im richtigen Moment mit Spidey verbündet um MJ aus den Fängen von Venom (dessen Name kein einziges Mal fällt, undankbar) zu befreien. Dabei kratzt er ab. Schön schnulzig vor der Skyline. Genug Drama um vielleicht ein 10jähriges Mädchen zum Flennen zu bringen, aber sein wir doch mal ehrlich, wer mochte diesen Bonzenschönling denn wirklich?
Und als Spidey dann mal endlich jemanden umlegt, flennt die Großtante gleich rum und sagt dunkle, weise Botschaften wie "Rache ist Blutwurst" und "Dein Großonkel hätte sicher nicht gewollt, blablabla..."
Ansonsten zeichnet sich der teuerste Film aller Zeiten vor allem durch peinliche Komedieeinlagen und bräsige Reden ("Du musst an dich glauben", "Finde zu dir selbst" ) aus. Von Action keine Spur.
Bei dem furiosen Finale hatten die Drehbuchschreiber offenbar Schwierigkeiten, sich aus einer Sackgasse, in die sie sich selber reingeritten haben, zu befreien, so beschleißen sie kurzerhand, dass "ab jetzt außerirdische Racheengel durch den Ton, der entsteht, wenn man auf Metallröhren haut zu besiegen sind!" Jämmerlich!
Immerhin zeigt er Mut: in der heutigen Zeit gehört einiges an Mumm dazu, Spidey vor der amerikanischen Flagge auftreten zu lassen. Das ist ja so, als würden wir einen Superhelden vorm Hakenkreuz positionieren...
18.5.07 10:07